• klavierstimmer@hausermusic.ch

  • 044 780 25 82 oder 079 465 50 90

Der zuverlässige Klavierstimmer mit über 30 Jahren Musik-Erfahrung am Zürichsee

Navigation aus- / einklappen

Klavier–Pflege

Klavier Pflege

Pflege Tipps für Klaviere / Flügel

 

Ihr Instrument sollte in regelmässigen Abständen unterhalten werden!

Die Lebensdauer des solide gebauten Instruments hängt grösstenteils von der richtigen Pflege, also sachgemässer Behandlung und Wartung ab. Sie haben es in der Hand!

Staub auf Oberflächen

Alle Oberflächen ziehen Staub an. Zu häufiges Säubern und intensives Reiben sind zu vermeiden, da dies zu statischen Aufladungen führt und die Anziehungskraft für Staub vorübergehend erhöht. Zur gelegentlichen Beseitigung geringfügiger Staubverschmutzungen eignet sich am besten ein feiner Staubwedel.

Oberflächen reinigen

Zuerst Staub wie beschrieben entfernen. Reinigungstücher, Microfasertuch oder Putzleder müssen weich und sauber sein. Die Reinigungsmittel sollten geringfügig mit entspanntem Wasser oder einer antistatischen Reinigungsflüssigkeit angefeuchtet werden. Nur dort reinigen wo notwendig und auf keinen Fall "rubbeln". Haushaltsreinigungsmittel, Reinigungsmittel für das Auto dürfen in keinem Fall verwendet werden.

Tastatur

Allfälliger Staub zwischen den Tasten entfernt man am besten mit dem Staubsauger (kleine Bürste). Die Tasten werden mit einem angefeuchteten Mikrofasertuch gereinigt (siehe Oberfläche).

Kleine Kratzer

Kleinere oberflächliche Kratzer (Haftgrund noch nicht sichtbar) auf dem Gehäuse lassen sich einfach mit einem Polierset entfernen.

Klavier Standort

Klavier–Standort und sachgemässe Behandlung

Klaviere gehören zu den vielseitigsten Musikinstrumenten, aber es sind auch die kompliziertesten und empfindlichsten.

Aber auch die besten Instrumente brauchen besondere Pflege.

Durch eine fachgerechte Wartung Ihres Klaviers oder Flügels bereitet Ihnen Ihr Instrument immer Freude.

 

Ventilation

Flügel und Pianos brauchen zwar genügend Ventilation, aber Luftzug schadet ihnen. Am besten stellen Sie das Instrument in die Mitte des Zimmers oder an eine Innenwand. Vermeiden Sie, es an eine Aussenwand zu stellen, wo Witterungseinflüsse eine Beeinträchtigung von Tonqualität und Klangfülle verursachen könnten. Wenn Sie keinen anderen Platz haben, dann sorgen Sie wenigstens für ausreichende Lüftung des Raumes.

Vermeiden Sie die Aufstellung an einem Fenster

Das Gehäuse besteht ganz aus Holz und sollte deshalb gegen direkte Sonneneinwirkung, Feuchtigkeit und plötzlichen Temperaturwechsel geschützt werden. Wenn Sie keinen anderen Platz zum Aufstellen Ihres Instrumentes haben, ist die Vermeidung von Zugluft besonders wichtig.

Vermeiden Sie Hitze

Öfen aller Art, besonders aber Heissluftgeräte, sollten nicht in unmittelbarer Nähe des Instruments stehen. Gehäuse und Innenkonstruktion werden durch direkte Hitzeeinwirkung beschädigt, Klang und Harmonie des Instruments leiden darunter.

Gute Bedingungen verbürgen guten Klang

Bei richtiger Temperatur und Luftfeuchtigkeit arbeitet Ihr Instrument am besten und gibt den schönsten Klang. Wichtig ist auch eine hinreichende Ventilation. Im allgemeinen ist eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 50% und 60% ideal. Besonders empfindliche Materialien wie Filz, Stoff und Holz werden bei der Herstellung von Flügeln und Pianos verwendet und deshalb sind diese Teile sehr empfindlich. Bei unsachgemässer Behandlung können schnell Schäden entstehen, für welche wir keinerlei Haftung übernehmen.

Schäden durch Luftfeuchtigkeit

An entscheidenden Stellen des Instruments werden Filz, Leder, Stoff und feinpräzisierte Holzteile bis zu einer Toleranz von 1/100 mm verwendet. Sie sind hochempfindlich gegen Luftfeuchtigkeit. Zu grosse Luftfeuchtigkeit führt zu träger Hammerbewegung und unreinen Tönen, Rosten der Innenteile und Klemmen der Tasten beim Anschlag. Bevor es soweit kommt, sollten Sie Ihr Instrument des öfteren prüfen lassen.

Wie schützen Sie Ihr Klavier gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit?

Ihr Klavier-Service kann Sie am besten über die klimatischen Bedingungen in Ihrer Wohngegend beraten und Ihnen die entsprechenden Gegenmassnahmen vorschlagen. Wir geben hier nur einige allgemeine Tips. Halten Sie an Schlechtwettertagen die Fenster des Zimmers, in dem das Instrument steht, möglichst geschlossen. Denken Sie daran, jedesmal nach dem Spielen den Deckel zu schliessen. Die Tastendecke absorbiert bei schwülem und regnerischem Wetter Feuchtigkeit; sie sollte bei schönem Wetter zum Trocknen geöffnet werden.

Zu niedrige Luftfeuchtigkeit

Übermässige Trockenheit ist ein noch grösseres Problem als zu hohe Luftfeuchtigkeit. Das trifft besonders zu, wenn man Kühl- oder Heizanlagen benutzt, um künstlich die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren. In trockenen Gegenden besitzt das Piano natürlicherweise genug Eigenfeuchtigkeit, um übermässiges Austrocknen zu verhindern. Bei zu grosser Trockenheit ziehen sich die Holz- und Filzteile zuzammen. In Extremfällen lösen sich Resonanzboden und auch sorgfältig verleimte Holzteile. Schon ein geringes Verziehen verursacht Nebengeräusche, die Wirbel werden locker, das Stimmen des Instrumentes wird erschwert. Gegen übermässige Trockenheit sollte man grosse Blattpflanzen, die Feuchtigkeit absondern oder Apparate, die Feuchtigkeit erzeugen, aufstellen.

Klimagerät

Mit einem Feuchtigkeits-Kontroll-System lässt sich dies verhindern und Schäden am Piano vermeiden. Ein Instrument ist überall dort gut aufgehoben, wo sich auch menschliches Wohlbefinden einstellt.

Piano Life Saver System Broschüre deutsch / français

Nachträglicher Einbau Piano Life Saver System

Plötzliche Tempertaurschwankungen

Wenn Sie einen kalten Raum zu schnell erwärmen, kondensiert Feuchtigkeit auf den Pianosaiten und auf anderen Metallteilen, die dann leicht rosten können. Filzteile absorbieren die Feuchtigkeit, ihre Bewegung wird träge, der Ton wird dumpf. Achten Sie besonders auf plötzliche Schwankungen der Zimmertemperatur, wenn Ihr Klavier in einem kalten, nach Norden gerichteten Zimmer steht oder in einem Betonhaus, in dem die Fenster ganz luftdicht sind.

Stellen Sie das Instrument dort auf, wo die Tonwiedergabe am Besten ist

Der Klang sollte sich gleichmässig verteilen. Wenn er sich an einer Stelle fängt, entsteht eventuell ein Nachhall. Das Zimmer sollte den Klang in angenehmen vollen Tönen ohne Nachhall widergeben.

Legen Sie nichts auf das Instrument

Wenn Sie schwere Gegenstände darauf legen, kann das den Klang beeinflussen oder störende Vibrationen hervorrufen. Eine grosse Blumenvase mag attraktiv wirken, aber wenn sie umfällt und Wasser ins Gehäuse eindringt, können Schäden entstehen, die Sie teuer bezahlen müssen. Die Metallteile rosten und Hammerfunktion und Mechanismus werden gestört. Auf dem Klavier sollte ausser einem Metronom nichts abgestellt werden.

Folgende Gegenstände sollten Sie auf keinen Fall auf dem Instrument haben oder gar verschütten:

  1. Getränke
  2. Plastikerzeugnisse (ausser Polyäthylen)
  3. Vinylprodukte
  4. alles, was Alkohol enthält wie z.B. Kosmetika, Insektizide, Ärosole, Farbverdünnungsmittel oder Produkte auf einer Petroleumbasis

Lassen Sie Ihr Instrument nicht verstauben

Staub macht die Hammerbewegung träge und verursacht Nebengeräusche. Stauben Sie das Instrument regelmässig mit einem Staubwedel oder einem weichen Staubtuch ab, auch die lackierten Flächen.

Instandhaltung der Klaviatur

Die Tasten dürfen auf keinen Fall mit einem alkoholhaltigen Reinigungsmittel abgerieben werden. Säubern Sie diese entweder mit einem weichen Staubtuch, oder bei starker Verschmutzung mit milder Seifenlauge und einem gut ausgewrungenen Tuch. Andere Reinigungsmittel führen zu Rissen in der Klaviatur. Um eine starke Verschmutzung der Tasten zu vermeiden, ist es eine gute Gewohnheit, sich vor jedem Klavierspiel die Hände zu waschen. Natürlich darf man die lackierten Aussenteile des Pianos nicht mit Seifenlauge abwaschen.

Klavier-Stimmen und Neueinstellen

Stimmen bedeutet, den Tonabstand berichtigen, indem man die Saiten nachzieht. Jede Pianosaite ist so gespannt, dass sie eine Belastung von etwa 90 kg aushalten kann. Selbst bei bester Pflege dehnen sich die Saiten und verlieren nach und nach etwas von ihrer Spannung, wodurch der Ton unrein wird. Unter normalen Umständen genügt ein einmaliges Stimmen pro Jahr.